Trading · Lektion 6 von 8
Zinseszins ohne Zauberformel
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Zinseszins ohne Zauberformel
Wiederangelegte Erträge können Wachstum beschleunigen. Das Modell hilft beim Denken, solange Annahmen und Unsicherheit sichtbar bleiben.
Wachstumsfaktoren statt gerader Linien
Bei fünf Prozent Wachstum wird ein Betrag mit 1,05 multipliziert. Werden Erträge wiederangelegt, wird im Folgejahr auf dem neuen Betrag gerechnet. Aus 1.000 Euro werden im idealisierten Modell nach zwei Jahren 1.102,50 Euro.
Das Modell ist keine Prognose. Marktwerte entwickeln sich ungleichmäßig, Kosten und Steuern können wirken, und Renditen können negativ sein.
Sparrate, Zeit und Rendite
Bei regelmäßigen Einzahlungen stammt ein Teil des Endwerts aus eigenen Beiträgen. Ein Vergleich sollte daher Einzahlungen und Wertentwicklung trennen.
Zeit ist häufig planbarer als eine hohe Rendite. Wer eine Rechnung durch unrealistische Renditeannahmen passend macht, verändert nicht die Wirklichkeit, sondern nur das Modell.
- Annahmen nennen
- Einzahlungen vom Ertrag trennen
- Mehrere Szenarien rechnen
Zinseszins ist ein Rechenprinzip. Nutze es mit mehreren Szenarien und verwechsle Modellannahmen nicht mit Ergebnissen.
📝 Aufgaben
Praxisaufgabe
- Berechne 1.000 Euro über zwei Jahre mit einem idealisierten Faktor von 1,05.
- Rechne ein Null- und ein Negativszenario daneben.
- Trenne in einem Sparbeispiel eigene Einzahlungen vom Endwert.
- Notiere Kosten, die das Modell noch nicht enthält.
- Formuliere, warum ein Rechenergebnis keine Zusage ist.
Abschluss: Notiere eine Erkenntnis, eine offene Frage und die Bedingung, unter der du deine vorläufige Einschätzung ändern würdest.
❓ Quiz · 4 Fragen
Mehrere Antworten können richtig sein. Für den Kursabschluss brauchst du insgesamt mindestens 80 %.
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