change language     -        


Interne Dokumente: So wollte das US-Militär den IS hacken

August 22, 2018, 2:31 pm

Type: Technik

       




news_image

Image  'Black hat hacker' = criminal with evil intent. Gu / Getty

Im Jahr 2016 haben Hacker des US-Militärs die Terrororganisation Islamischer Staat angegriffen. Das geht aus ehemals streng geheimen Unterlagen hervor, die Motherboard vorliegen. Aufgrund der teils geschwärzten Dokumente lässt sich jetzt nachvollziehen, wie die "Cybercom"-Einheit die Operation plante und die politischen Folgen abwägte. Die für die Operation verantwortliche Behörde nennt sich offiziell US Cyber Command, wird jedoch oft mit Cybercom abgekürzt. Cybercom kümmert sich zwar als eine eigene Militärbehörde um die Themen Cyberwar und Internet-Sicherheit, unterstellt ist sie aber der NSA.

In den Cybercom-Dokumenten geht es auch um die Frage, was passiert, wenn der Islamische Staat einen Angriff auf die USA zurückverfolgen könnte. Die Dokumente zeigen auf, welche Überlegungen in eine Hacking-Operation des US-Militärs einfließen und wie Cybercom versucht, die möglichen Folgen eines geplanten Hacks zu berücksichtigen.

"In meiner Zeit beim US Cyber Command wurden die Operationen stets in intensiver Absprache mit der US-Regierung und manchmal sogar mit ausländischen Partnern geplant", sagt Ryan Duff, ein ehemaliger Cybercom-Operationsplaner im Chat mit Motherboard. Inzwischen arbeitet Duff für das US-Unternehmen Point3.

Wie das US-Militär offenbar Accounts des sogenannten Islamischen Staats kaperte

In diesem Motherboard vorliegenden Dokument wird erörtert, inwiefern sich eine Hacker-Attacke der USA zurückverfolgen ließe | Bild: Motherboard

Die Washington Post berichtete im Mai 2017 als erstes über eine Militäroperation namens "Operation Glowing Symphony". Sie sollte es dem IS schwerer machen, Propaganda zu verbreiten. Dem Bericht zufolge erbeuteten die Cybercom-Hacker für den Angriff die Passwörter von mehreren Admin-Accounts des sogenannten Islamischen Staats. Sie löschten Videoaufnahmen von Kampfszenen und änderten Passwörter, um die IS-Administratoren dauerhaft auszusperren.

In einem Motherboard vorliegenden Cybercom-Dokument fassen die Millitär-Experten die Strategie des IS in vier Worten zusammen: "Entwickeln", "Verteilen", "Verbreiten" und "Verteidigen". Motherboard erhielt das Dokument mithilfe des Freedom of Information Act (FOIA). Ähnlich wie das Informationsfreiheitsgesetz in Deutschland verpflichtet dieses US-Gesetz Behörden, bestimmte Informationen auf Anfrage zur Verfügung zu stellen. Wir veröffentlichen auch die gesamten Dokumente der FOIA-Anfrage. Ein Link dazu findet sich am Ende des Artikels.

Eine der wichtigsten Aufgaben der US-Hacker: Nicht erwischt werden

Ein weiteres Cybercom-Dokument beschreibt, wie die Terrororganisation Personal beschäftigt, um Websites und Smartphone-Apps des IS zu betreuen und dessen digitale Infrastruktur aufzubauen.

Besonders interessant sind Dokumente über die Vorbereitungen der Hacking-Operationen. Wie einer Seite zu entnehmen ist, kam Cybercom zu der Einschätzung, dass der IS gegen einen Hack wahrscheinlich nicht mit einem Angriff auf das US-Verteidigungsministerium zurückschlagen werde – und zwar wegen mangelnder Fähigkeiten. Auf einer weiteren Seite kamen die US-Hacker zu dem Schluss, dass es für ihren geplanten Angriff keine rechtlichen Bedenken gebe.





Diese Seite zeigt, wie mögliche politische Konsequenzen der Cybercom-Hacks eingeschätzt wurden | Bild: Motherboard

In einem anderen Dokument der Motherboard vorliegenden Unterlagen analysierten die US-Hacker die Wahrscheinlichkeit, erwischt zu werden. Die zentrale Frage: Wie leicht ließe sich ein Hack Cybercom zuschreiben? Zu welchen konkreten Schlüssen das US-Militär gelangt ist, geht aus den Dokumenten nicht hervor, denn die entsprechenden Stellen wurden schwärzt. Klar wird aber, dass der IS wohl die Möglichkeit hat, Hacks mithilfe technischer Analysen zurückzuverfolgen.

Üblicherweise ist es extrem anspruchsvoll und unwahrscheinlich, einen professionellen Hack auf technischem Weg zurückzuverfolgen – außer wenn Hacker absichtlich entlarvt werden wollen. Das kann der Fall sein, wenn sie beispielsweise Botschaften übermitteln oder ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen wollen. Viel größer ist das Risiko, dass ein Hack bemerkt wird, während er gerade stattfindet.

"Es hat den Anschein, dass Cybercom regelmäßig und systematisch prüft, wie hoch das Risiko ist, auf frischer Tat ertappt zu werden", schrieb Thomas Rid, ein Professor für strategische Studien an der Johns Hopkins University, in einem Chatgespräch mit Motherboard.

Hinweise auf Hacking-Ziele in befreundeten Staaten

In einem weiteren Dokument beschäftigt sich Cybercom damit, welche geopolitischen Konsequenzen ein Hack haben könnte. Wieder sind die genauen Inhalte dieser Einschätzungen geschwärzt. Aber in einem Abschnitt des Dokuments geht es eindeutig um den sogenannten Islamischen Staat und Länder im Nahen Osten. Ein anderer Abschnitt handelt von Russland und China. Ein dritter Abschnitt behandelt weltweite Ziele und bezieht sich möglicherweise auf Länder, in denen sich vom Islamischen Staat genutzte Server befinden.


Quelle: vice



news_image

Die Regierungen beider Staaten wollen bei Nachrichtendiensten und Polizei enger zusammenarbeiten. Berlin spricht von einem "Netzwerk".

Read more

news_image

Können Cannabidiol oder andere Wirkstoffe von Cannabis Krebs heilen? Diese Frage wird unter Therapeuten und Betroffenen immer häufiger diskutiert.

Read more


allnews_image

Vor zehn Jahren begann die Afrikanische Union einen 8.000 Kilometer langen Baumwall quer durch den Kontinent zu pflanzen. Das Projekt entwickelte sich anders, als zunächst gedacht.

Voir plus


allnews_image

Knapp eine Woche vor Beginn seiner Jahrestagung in Davos hat das Weltwirtschaftsforum seinen jährlichen Risikobericht veröffentlicht. Der Ausblick ist wahrlich düster.

Voir plus


allnews_image

Manche Pflanzen können auf Geräusche von Bienen reagieren. Das zeigt eine Studie aus Israel.

Voir plus



allnews_image

Je enger sich Großbritannien nach dem Brexit langfristig an die EU bindet, desto einfacher ließe sich noch ein Ausweg aus dem Chaos finden. Jedenfalls in der Theorie.

Voir plus


allnews_image

BONN. Knapp 500 Schüler demonstrierten am Freitag in der Bonner Innenstadt auf dem Münsterplatz unter dem Motto "Fridays for Future" für den Umwelt- und Klimaschutz. Die Polizei spricht von einer ruhigen und friedlichen Veranstaltung.

Voir plus


allnews_image

In der Bundeswehr-Berateraffäre sind neue Details bekanntgeworden. Der Rheinischen Post zufolge sind innerhalb von vier Jahren etwa eine halbe Million Euro für Beratungsdienstleistungen "an einen Vertrauten von Staatssekretärin Katrin Suder" gegangen.

Voir plus


allnews_image

Ein Fleischgericht, für das kein Tier leiden oder sterben musste – noch klingt das nach einer Zukunftsvision. Doch schon bald könnte im Labor kultiviertes Fleisch in unseren Supermärkten erhältlich sein. Aber kann das Laborfleisch das Leid und Sterben von

Voir plus


allnews_image

Die französischen Gelbwesten geben keine Ruhe. Was treibt sie an? Tatsächlich geht es um mehr als nur Geld. Die globalisierte Wirtschaft mit ihren Ansprüchen an Flexibilität und Mobilität isoliert die Menschen und desorganisiert die Gesellschaft

Voir plus


allnews_image

Als Vierjährige wurde Mirella vom Jugendamt aus ihrem Zuhause im Süden Berlins geholt, weg von ihrer Mutter. Lange wollte die inzwischen 14-Jährige nur eines: zurück zu ihrer Mutter. Jetzt könnte sie - und will nicht mehr. Von Henrike Möller

Voir plus


allnews_image

Wissenschaftler stellten schon vor Jahren fest, dass das Blut von vegan lebenden Menschen achtmal besser Krebszellen bekämpfen kann als das Blut von jenen, die sich ganz normal ernähren. Eine rein pflanzliche Ernährung also – die von vielen als extrem bez

Voir plus


allnews_image

In der Berateraffäre um Ursula von der Leyen kam es im Bundestag zum Eklat. Mit formalen Einwänden stoppten Union und SPD vorerst die Einsetzung des Untersuchungsausschusses. Die Opposition ist erzürnt.

Voir plus


allnews_image

Gesunde, glatte Haut ist nicht nur ein Schönheitsideal sondern auch ein Indiz für einen gesunden Organismus. Falten, Akne und andere Hautprobleme sind immer auch ein Spiegel der inneren Gesundheit. Eine mineralstoffliche Unausgeglichenheit, oxidativer Str

Voir plus




allnews_image

Si le terme de pluie acide est largement répandu, sa définition l’est en revanche beaucoup moins. Il s’agit en réalité d’un phénomène assez méconnu du grand public et pourtant, celui-ci fait l’objet d’un préoccupant enjeu environnemental.

Voir plus


allnews_image

Dans sa Lettre aux Français, Emmanuel Macron interroge : «En matière d’immigration, une fois nos obligations d’asile remplies, souhaitez-vous que nous puissions nous fixer des objectifs annuels définis par le Parlement ? Que proposez-vous afin de répondre

Voir plus


allnews_image

L’équipementier automobile allemand Continental a récemment présenté un surprenant concept de service de livraison, dont les qualités seraient assez nombreuses. En effet, il est question de robots-chiens livreurs transportés dans des véhicules autonomes.

Voir plus


allnews_image

«Les hommes ont réussi à accumuler une énorme masse d’objets, mais la joie dans le monde s’est amenuisée», avait écrit Dostoïevski dans «Les frères Karamazov». Et si le renoncement s’érigeait en vertu au pouvoir libérateur?

Voir plus


allnews_image

En matière de sexisme du quotidien, il n'y a pas de petites victoires. Des internautes et le compte Pépite Sexiste ont réussi à faire décrocher une affiche sexiste en quelques heures à Roubaix.

Voir plus