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Heißzeit statt Eiszeit: Warum sich unser Planet gerade radikal verändert

August 22, 2018, 1:31 pm

Type: Erde

       




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Image : Shutterstock

Diesen Sommer leiden zahlreiche Regionen auf der Welt unter einer besonders drückenden Hitzewelle. Durch die hohen Temperaturen und dadurch entstehende Waldbrände sind sogar schon viele Menschen gestorben. Die vergangenen drei Jahre waren die heißesten, die je aufgezeichnet wurden – und 2018 wird das nicht ändern. Was wir in den nächsten 10 bis 20 Jahren machen, wird entscheidend dafür sein, ob unser Planet bewohnbar bleiben wird oder sich weiter in Richtung "Hothouse Earth", einer Treibhaus-Erde, entwickelt. Mit diesem Begriff bezeichnen Wissenschaftler das Worst-Case-Szenario der Erderwärmung in einer neuen Studie.

Der Klima einer Treibhaus-Erde sähe so aus: Die globale Durchschnittstemperatur ist vier bis fünf Grad Celsius höher als heute. In Regionen wie der Arktis sind es sogar zehn Grad mehr. Der Meeresspiegel ist um 10 bis 60 Meter gestiegen, weil der Großteil des weltweiten Eises geschmolzen ist. In vielen einst bewohnten Regionen der Erde kann niemand mehr leben. So steht es in einer Studie von US-Forschenden, die vor Kurzem in der Fachzeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences veröffentlicht wurde.

Im Pariser Klimaabkommen haben sich die führenden Politiker der Welt darauf geeinigt, die Erderwärmung auf zwei Grad Celsius zu beschränken, indem weniger CO2 ausgestoßen wird. Das sei aber nicht genug, um die Entwicklung zu einer Heißzeit abzuwenden, sagt Johan Rockström, Mitautor der Studie und Geschäftsführer des Stockholm Resilience Centres. "Die globale Temperatur wird nicht nur durch von Menschen verursachten CO2-Ausstoß beeinflusst", erklärt er. Auch natürliche Ökosysteme wie Wälder oder Ozeane würden eine große Rolle spielen.

Wie Kettenreaktionen die Erde nur noch mehr aufheizen könnten

"Wenn die globale Erwärmung einen Temperaturanstieg um zwei Grad Celsius verursacht, könne das einen sogenannten Kipppunkt auslösen und die Erwärmung noch stärker vorantreiben", sagte Rockström im Gespräch mit Motherboard. Das heißt, eine durch zwei Grad Celsius bedingte Änderung in Ozeanen und Wäldern könnte den Planeten in einem zweiten Schritt radikal verändern. Zum Vergleich: Die aktuellen Hitzewellen und Waldbrände lassen sich Forschern zufolge aktuell dadurch erklären, dass die globale Durchschnittstemperatur bereits um nur ein Grad Celsius gestiegen ist.





"Wir müssen innerhalb der nächsten zehn Jahre zu verantwortungsbewussten Erdbewohnern werden"

In der Studie haben die Forschenden mehrere schwer berechenbare Reaktionen des Ökosystems untersucht. Eine davon ist das Auftauen von Regionen, die sich bisher im Dauerfrost befanden. Dauerfrost betrifft fast ein Viertel des Erdbodens auf der Nordhalbkugel. Wenn davon große Bereiche auftauen, könnte das den Forschenden zufolge große Mengen an Kohlenstoff und Methan freisetzen und die Erderwärmung beschleunigen.

Eine andere Reaktion der Umwelt auf die Erderwärmung: Durch Dürren könnten große Waldflächen wie etwa der Amazonas-Regenwald verschwinden. "Solche Kipppunkte können einen Dominoeffekt auslösen. Ein Kipppunkt führt dann automatisch zum nächsten", erklärt Rockström. Die Folgen ließen sich dann schwer aufhalten.

"Wir müssen innerhalb der nächsten zehn Jahre zu verantwortungsbewussten Erdbewohnern werden, denn uns steht die größte Bedrohung der weltweiten Sicherheit bevor, die es überhaupt gibt", warnt Rockström.

 


Quelle: motherboard



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